Ausbildung wird von Innungen fokussiert

Keine Frage – die Ausbildung neuer Fachkräfte für das Handwerk steckt in einer Krise. Begründet ist diese hauptsächlich auf der mangelnden Nachfrage nach Ausbildungsplätzen. Zudem bemängeln Handwerksbetriebe immer häufiger die mangelnde Qualifikation der Schulabgänger, im Hinblick auf Schlüsselqualifikationen, wie Lesen und Rechnen.

Gerade in urbanen Regionen, wie Berlin, zeigen sich solche Probleme. Viele der Jugendlichen aus Großstädten stammen aus sogenannten bildungsfernen Schichten. Insbesondere bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund zeigen sich sprachliche Defizite. Handwerksbetriebe sind deshalb darauf angewiesen, Bildungslücken während der Ausbildung in Betrieb und Schule zu stopfen. Eine zeit- und kostenintensive Aufgabe.

Auch die Handwerksinnungen im Großraum Berlin haben die Problematik erkannt und sind bestrebt, die Probleme zu lösen. Einer der vielen Schritte, die hierzu in den letzten Monaten und Jahren vonseiten der Innungen unternommen wurden, ist die Gründung einer Ausbildungsstiftung mit dem Namen „Handwerk stiftet eine Zukunft“.

Stiftung soll Ausbildung verbessern

Ziel der Ende 2009 gegründeten Stiftung ist es, auf spielerische Art und Weise die motorischen Fähigkeiten von Jugendlichen und Kindern zu fördern und diese somit an die Ausbildung in einem Handwerksberuf heranzuführen.

Neben der SHK (Sanitär – Innung) beteiligen sich die Berliner Innungen der Gebäudereiniger, Fotografen und der Elektro-, Metall- und Kunststofftechniker an der gemeinsamen Stiftung. Effekte auf die Ausbildung und Jugendförderung im Handwerk erhoffen sich die Innungen besonders vom gemeinsamen Erfahrungsaustausch. So ist ein Treffen zwischen Vertretern der Organisationen geplant, bei dem erfolgreiche Jugendprojekte von Innungen vorgestellt werden sollen. Bei dem Treffen sollen wichtige Erkenntnisse über vielversprechende Konzepte gewonnen und eine kreative Basis für das weitere Vorgehen geschaffen werden.

Erste Ideen wie genau junge Menschen für die Ausbildung in einem Handwerksbetrieb fit gemacht werden sollen, gibt es auch schon. So wird der Bau von 50 Werkstätten in Schulen diskutiert. Hier könnten die Schüler, nach Vorstellung der Innungen, Alltagsgegenstände, wie zum Beispiel Schreibtische oder Stühle reparieren und ihre ersten Schritte Richtung Berufsleben machen.

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