Ausbildungsordnung – Innungen unterstützen Staat und Betriebe

Jede Berufsausbildung, auch die der Handwerker, bedarf einer bestimmten Planung und Organisation sowie eines bestimmten Zeitablaufs. Die Ausbildungsordnung richtet sich nach diesen Punkten und beinhaltet bundeseinheitliche Standards für die betrieblichen Ausbildungen im Rahmen der dualen Berufsausbildung. Die Kreishandwerkerschaften und ihre Innungen in Deutschland unterstützen dabei den Staat, um die Ausbildungsordnung weiter zu optimieren. Die Hilfe der Körperschaften des öffentlichen Rechts ist deshalb so wertvoll, weil sie direkten Kontakt zu den Handwerksbetrieben in ihrer Region pflegen und dabei erkennen, in welchen Ausbildungsbereichen die Berufsanfänger Probleme haben.

Ausbildungsordnung – was steht drin?

Die Ausbildungsordnung befasst sich grundlegend mit rechtsverbindlichen und didaktischen Grundlagen, der Kontrolle der betrieblichen Berufsausbildung, der Sicherung einheitlicher Ausbildungsstandards und Prüfungsanforderungen sowie mit den Grundlagen der betrieblichen Ausbildungsplanung. Speziell fünf Inhalte müssen in der Ausbildungsordnung gesetzlich verankert sein:

  • das Berufsbild: es gibt einen Überblick über Kenntnisse und Fähigkeiten, die erlernt werden
  • die Prüfungsanforderungen: Inhalte der zu absolvierenden Prüfungen
  • die Dauer der Ausbildung
  • der Ausbildungsrahmenplan: zeitlicher Ablauf der Ausbildung
    die Bezeichnung des Ausbildungsberufes

Ausbildungsordnung – Unterschied zwischen Rahmenlehrplan und Ausbildungsrahmenplan?

Zwei wichtige Pläne im Ablauf einer Ausbildung sind der zuvor erwähnte Ausbildungsrahmenplan und der Rahmenlehrplan. Sie sind zwingend zu unterscheiden. Der Ausbildungsrahmenplan gibt einen groben zeitlichen Ablauf der betrieblichen Ausbildungsinhalte wieder und dient dem Auszubildenden und dem Ausbilder im Betrieb als Vorgabe. Der Rahmenlehrplan ist in Bezug auf die modernisierte Ausbildungsordnung ein Plan, der als Grundlage für den Unterricht in Berufsschulen dient.

Die Innungen unterstützen alle Ausbildungsbetriebe in Deutschland mit Fortbildungsveranstaltungen, Workshops und zusätzlichen Lehrveranstaltungen für die Ausbildung. Damit wollen sie ihren Mitgliedsbetrieben die Erfüllung der Ausbildungsordnung erleichtern und für qualitativ hochwertigen Nachwuchs in der Handwerksbranche sorgen.

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