Das Bauhandwerk bietet eine Perspektive

Das Bauhandwerk ist in Berlin besonders gefragt
Das Bauhandwerk ist in Berlin besonders gefragt © mzacha by stock.xchng

Wie den meisten Handwerksberufen, so droht auch dem Bauhandwerk ein Mangel an Beschäftigten in den kommenden Jahren. Das große Problem ist das mangelnde Interesse an Ausbildungsplätzen. Die Baugewerbe Innungen schlagen daher Alarm.

Um das Interesse an Bauberufen wieder zu wecken, werden Innungen und Bauunternehmen nun verstärkt im Bereich von Schulen aktiv. Die Kontaktaufnahme mit den Schülern erfolgt im Klassenzimmer. Bei Informationsveranstaltungen direkt an den Schulen wollen die Handwerker über die Vorzüge, die das Bauhandwerk als Beschäftigungsfeld mit sich bringt, aufklären. Diese können sich, so betonen Innungen und Betriebe, durchaus mit Vorzügen konkurrierender Berufsfelder messen. Gerade die Berufsperspektiven werden dabei in den Fokus gerückt. Das Problem des Nachwuchsmangels wird somit zu einem Teil der Argumentation. In kaum einem anderen Berufsfeld sind die Chancen so groß, nach abgeschlossener Ausbildung in einem Beschäftigungsverhältnis unterzukommen wie im Bauhandwerk.

Aber auch klassische Aspekte von Bauberufen wie das breite Tätigkeitsspektrum, zahlreiche Spezialisierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten und nicht zuletzt das Arbeiten an der frischen Luft sollen dem Arbeitsmarktnachwuchs schmackhaft gemacht werden.

Ausbildung im Bauhandwerk

Strukturen für eine attraktive Ausbildung von Azubis werden mittlerweile auch von Innungen mitgetragen. Beispielsweise werden in der Belßstraße in Berlin 700 Azubis aus nahezu allen Berufsfeldern des Bauhandwerks von der Fachgemeinschaft Bau ausgebildet. Kosten wurden an der Ausbildungsstätte nicht gespart – den Lehrlingen stehen die modernsten Maschinen zur Verfügung, um sich möglichst praxisnahes Wissen anzueignen. Zudem werden den angehenden Bauhandwerkern Möglichkeiten angeboten, schulische Lücken zu schließen. So werden einmal wöchentlich Förderkurse in Mathematik und Deutsch angeboten.

Die Förderkurse dienen auch dazu Jugendliche, welche nicht in das Anforderungsprofil der Branche passen, fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Durch die Maßnahme soll dem Bauhandwerk eine breitere Basis an Arbeitskräften erschlossen werden.

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