Innungen in Dortmund: Das Handwerk soll im Wandel nicht vergessen werden

Auf ganze zwölf Stadtgebiete und eine Fläche etwa 285 Quadratkilometern verteilen sich die vielen Handwerksbetriebe der westfälischen Großstadt Dortmund. Über 200 Maler-, 120 Dachdecker- und Schreinerbetriebe sind in der Fußballhochburg anzutreffen, die in einer Region liegt, in der Handwerk von jeher groß geschrieben wird. Den Handwerkern kommt dabei die schwierige Aufgabe zu sich, um die Häuser der 580.000 Einwohner Dortmunds zu kümmern.

Trotz der tiefen Verankerung in der Tradition bleibt auch Dortmund von den Folgen der Globalisierung nicht unberührt. Mit dieser gehen nicht nur Änderungen in Transportwegen, Absatzmärkten und Kundengruppen einher, mitunter ändert sich die gesamte Wirtschaftsstruktur in den Metropolregionen Deutschlands. Im Zuge der allmählichen Wandlung Dortmunds von einem Industrie- in ein Dienstleistungszentrum wird die Wirtschaft immer stärker von, überregional operierenden, Unternehmen aus dem Handels- und Versicherungssektor dominiert. Um bei Neuorientierung und Profiteuphorie auch das schon vorhandene zu wahren, treten die Innungen Dortmunds für die Handwerker der Stadt ein. Eine wichtige Aufgabe – schließlich ist das Handwerk einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region und legt die infrastrukturelle Grundlage für jedes Wirtschaften.

Innungen in Dortmund: Begleiten und Überwachen lautet die Devise

Innungen sind in Dortmund genauso breit vorhanden wie die Betriebe, die sie vertreten. So gut wie alle Handwerksbranchen fallen unter die Zuständigkeit einer solchen Organisation. Neben den Innungen für die eingangs genannten Berufsfelder sind speziell auch die Bäckerinnung, die Kfz Innung sowie die Elektro- und Friseurinnung für die Vertretung der Interessen ihrer Berufsfelder, in Stadtverwaltung, -politik und Öffentlichkeit, verantwortlich. Hierzu bedienen sich die Innungen eines engmaschigen Netzes aus Kontakten zu Pressevertretern und Politikern. Zudem dienen Rundschreiben, Internetauftritte und eigene Innungszeitschriften, der zielgerichteten und adressatengerechten Information von Mitgliedsbetrieben und Bevölkerung.

Als Körperschaften des öffentlichen Rechts nehmen die Dortmunder Innungen natürlich auch hoheitliche Aufgaben wahr. Hierzu gehört neben der Rechtsaufsicht der Unternehmen und der fachlichen Überwachung der Ausbildung in den Betrieben besonders auch die Bekämpfung der Schwarzarbeit in der Region.