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Gewährleistung oder Garantie: Was denn nun?

18. Oktober 2010 Kein Kommentar

Ob nun undichte Badewanne, verstopfte Abzüge, Risse in Wänden oder Decke, mangelnde Isolation von Zimmern oder des Dachgeschosses – das Bauherrendasein birgt immer ein gewisses Risiko mit sich. Schließlich steckt schon hinter einem baulich relativ schlichten, zweigeschossigen Eigenheim eine komplexe Architektur, bei welcher schon geringe Flüchtigkeitsfehler, bei Planung oder Konstruktion, schwerwiegende Mängel hervorrufen können. Häufig werden die Baumängel für den Bauherren erst nach Bezug des neu angeschafften Hauses oder der Eigentumswohnung ersichtlich. Besonders ärgerlich ist, wenn dies erst nach einigen Monaten geschieht. Installateure und Handwerker sind dann bereits wieder abgezogen und arbeiten an anderen Projekten. Außerdem sind die Räume bereits bezogen und komplett eingerichtet. Was nun? – Viele Bauherren wollen nun Garantie in Anspruch nehmen. Doch genau hier liegt der Hund begraben. Auf Handwerksleistungen gibt es nämlich nicht in allen Fällen Garantie. Gewährleistung wird in vielen Handwerksbranchen weitaus häufiger zur Absicherung von Verträgen eingesetzt.

Gewährleistung und Garantie: Wo liegt der Unterschied

Innungen beklagen sich immer häufiger, dass der Unterschied zwischen Gewährleistung und Garantie einer großen Anzahl von Bauherren nicht geläufig ist. Nicht selten ist dieser Umstand Grund für Streitigkeiten zwischen den beiden Parteien, die auch des Öfteren vor Gericht enden. Doch wo liegt eigentlich der grundlegende Unterschied zwischen Gewährleistung und Garantie?

Die Gewährleistungspflicht bezieht sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Abnahme. Das bedeutet, dass vom Bauherren im Nachhinein nur solche Mängel reklamiert werden können, die bei der Abnahme bereits vorhanden, allerdings noch nicht ersichtlich waren. Üblicherweise erstreckt sich die Gewährleistungspflicht auf fünf Jahre, kann allerdings bei bestimmten Dienstleistungen, wie beispielsweise Reparaturen und Wartungsarbeiten, nur zwei Jahre andauern. Nachträglich kann sich die Laufzeit der Gewährleistungspflicht, auch durch den Abschluss eines Wartungsvertrages mit einem anderen als dem ausführenden Betrieb von fünf auf zwei Jahre verkürzen.

Insbesondere Installationsbetriebe im Sanitärbereich sind aufgrund des Unwissens vieler Bauherren häufig von juristischen Auseinandersetzungen betroffen. Die SHK Berlin (Innung für Sanitär Heizung und Klima) will darum nun verstärkt in der Presse und im Rahmen von Gesprächen über die wesentlichen Unterschiede zwischen Gewährleistung und Garantie aufklären.

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