Neue Energiesparauflagen müssen beim Hausbau beachtet werden

Energiesparauflagen - energieeffizientes Bauen ist ein Muss
Energiesparauflagen - energieeffizientes Bauen ist ein Muss © uwest by pixelio.de

Schon seit Jahren steht der Klimaschutz auf der Agenda der europäischen Umweltpolitik. Früher nur selten diskutierte Themen wie der Umstieg auf erneuerbare Energie werden heute auf höchster Ebene im Europäischen Rat und – Parlament diskutiert. Auch für Deutschland hat der politische Wandel folgen. So sollen in Zukunft Umweltaspekte stärker in den Hausbau einfließen. Über die schon bestehenden Fördergelder, die der Anreizsetzung dienen, hinaus sollen energetische Aspekte zukünftig auch durch die neue EU – Energiesparauflagen durchgesetzt werden.

Nach einer 2009 getroffenen Vereinbarung werden die Grenzwerte für den maximalen Energieverbrauch von Neubauten, ab dem Januar 2018, drastisch gesenkt werden. In diesem Zusammenhang ist häufig von sogenannten „null Energie Häusern“ die Rede. Und auch Sanierungsarbeiten an Gebäuden sollen strengeren Energiesparauflagen unterzogen werden. Voraussetzung für die Gültigkeit der neuen Reglements ist, dass die Arbeiten an Hauptgebäude oder auch Anbauten einen bestimmten Umfang überschreiten.

Innungen beraten bezüglich Energiesparauflagen

Aufgrund der komplizierten und von außen nur schwer durchschaubaren Energiesparauflagen und anderen gesetzlichen Bestimmungen im Bauwesen, verunsicherte Bauherren, sollten sich bei Fragen an eine zuständige SHK, Dachdecker- oder Fliesenlegerinnung wenden. Die Handwerksorganisationen können über die aktuelle Gesetzeslage informieren und unter anderem auch in Sachen energetischer Sanierung beraten.

Neben umweltpolitischen Aspekten spielten bei Erlass der Gesetze auch das Schwinden fossiler Brennstoffe und geopolitische Aspekte eine Rolle. Gesenkt werden soll durch die Energiesparauflagen nicht nur der Emissionsausstoß, auch die Abhängigkeit von Energie – Importen soll, durch die Maßnahme, verringert werden. Besonders der sogenannte Gasstreit, in dem Russland der Ukraine im Jahr 2005, die Lieferung von Erdgas verweigerte dürfte in den Reihen der Europäischen Union und ihren Mitgliedsstaaten zu einer Sensibilisierung geführt haben.

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